Jul 15, 2018 23:06:21
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Werke des Künstlers
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Angela M.D. Otto

* 1983 Bad Soden
seit 2012start your art-Künstler
Ausbildung
2006 - 2010erfolgreich abgeschlossenes Studium Kommunikations- und Mediendesign in Konstanz/Deutschland und Dornbirn/Österreich
Ausstellungen und Projekte
2016"Grand salon", Villla Berberich, Bad Säckingen
2015"Hoploid - Apophänische Malerei und Zeichnung", Galerie Superplan, Berlin (Einzelausstellung)
2015"Be a whistleblower for peace - charity urban art show", YAAM Gallery, Berlin
2015"CoffeEXPOsition", Gruppenausstellung, Galleria Spazio Porpora, Milano, ITALY
2015"Kopfpflanzen und Mustergedanken" Co-Ausstellung // Ortstermin - Kunstwochenende Berlin-Moabit, Kapitel 21, Kunstverein Tiergarten e.V., Berlin
2014"It´s a Quest, Baby" - Projekt (Ausstellung und Lesungen), Kunstfestival 48 STUNDEN NEUKÖLLN, Berlin
2013"Keep Skateistan Rolling Berlin" - Art Auction and Fundraiser, Okazi Gallery, Berlin
2013"Klecksograffia", GALERIE CASPERS, Berlin-Schöneberg (Einzelausstellung)
2013"FAUNAfestlich", GALERIE CASPERS, Berlin-Schöneberg
2012"libertas", AMNESTY INTERNATIONAL MUNICH, München
2012„modern dopeness", HATCH Stickermuseum, Berlin/Mitte
2012".compressed", NEONCHOCOLATE GALLERY, Berlin/Prenzlauer Berg
2012"#10 Angela Mercedes Donna Otto", forma-t, Berlin/Moabit (Einzelausstellung)
2012„Echt kurios“ Co-Ausstellung, STAR GALLERY/Star Corporation, Stuttgart
2011" ... am Ende glücklich", forma-t, Berlin/Moabit
2011"the sugar is high", NEONCHOCOLATE GALLERY, Berlin/Prenzlauer Berg
2011"art in boxes", ABOUT GLAMOUR Gallery, New York
2011„Ritter und ross“ Co-Ausstellungen experimentelle Illustration + grafische Kunst, GRAEFE 80, Berlin/Kreuzberg
Persönliches Statement

Meine Arbeiten basieren auf Klecksen - meist benutze ich Kaffee, Tee oder Saft, auch weil diese natürlichen Flüssigkeiten nicht opak durchtrocknen, sondern interessante Transparenzen und Verläufe bilden. Die Bildmotivik beruht auf dem, was ich in diesen Zufallsstrukturen erkenne. Visuelle Wahrnehmung hat viel mit Projektion zu tun und Unterbewusstem. Das fasziniert mich. Wir gleichen alles, was wir sehen, immer mit dem ab, was wir als Interpretation gelernt haben und was uns am wahrscheinlichsten erscheint. Wir sehen und interpretieren, dabei korrigieren, ergänzen, verfälschen und projizieren wir. Es ist ein Dialog zwischen Auge und Gehirn, ein ständiger Abgleich zwischen optischem Eindruck und visueller Erfahrung. Die Kleckse sind lediglich ein visueller Auslöser, der meine Fantasie dazu bringt Bilder zu konstruieren. Ein Schlüssel, der mir Zugriff gibt auf mein unterbewusstes Bildmaterial oder besser gesagt auf das Arsenal an gespeicherten visuellen Eindrücken, die dann neu synthetisiert wieder zu Tage treten. Dieses Phänomen nennt man auch "Apophänie" - ein Begriff aus der Psychologie. Dieser beschreibt das Bestreben des menschlichen Verstandes selbst in chaotischen Mustern Ordnung zu schaffen und Gestalt zu finden; selbst vermeintlich Unsinniges mit Sinn zu belegen.
Die spezielle Darstellung ergibt sich also aus dem, was ich in den Strukturen an ungewöhnlichen Gestalten finde. Die Optik ist geprägt durch die Mittel - meist eine Mischung aus Malerei und Zeichnung. Der individuelle Stil erwächst aus meiner Technik und meinem Arbeitsprozess: Zuerst präpariere ich die Untergründe, um das Ausgangsmaterial zu generieren. Sie dienen als besagte visuelle Stimuli. Die Motive hebe ich dann zeichnerisch mit farbiger Tusche aus dem abstrakten Grund heraus - oft sehr deutlich und bis ins Detail. Trotzdem lassen meine Bilder immer auch Spiel für weitere perzeptive Funde und Raum "mehr" zu entdecken. Es ist ganz ähnlich, wie man als Kind Gesichter in Wolken gesehen hat. Oft finden die Betrachter eigene Deutungen und entwickeln schnell Spaß daran, “… also ICH sehe hier aber noch ein Auge, einen Schnabel, einen Käfer … “ - eine Ausstellung wird plötzlich zu einer Art kollektivem “Rorschachtest”. Die bisher schönste Rückmeldung bekam ich während einer Ausstellung, in der jemand, der zuerst lange stumm meine Bilder betrachtete, dann zu mir sagte: "I like Your art, it´s like life. At first, when You´re close to it, all You see is a mess. It seems brutal and ugly and disturbing. It´s Chaos. But when You take a step back, You realize that it provides a bigger picture. Suddenly it makes sense and it´s actually very beautiful.”
Literaturangaben

08/2013
Veröffentlichung in Neonchocolate Gallery´s "Berlin What?", Verlag: Ch. Schroer

09/2011
Veröffentlichung in „sushi 13“ (Verlag avedition)

12/2010
Veröffentlichung in der Printausgabe des Fachmagazins „PAGE“