Mai 23, 2013 11:06:25
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Nico Mares

* 1977 Düsseldorf | *
Ausbildung
2010 - heuteStudium an der Kunstakadmie Düsseldorf bei Prof. Siegfried Anzinger
2000 - 2010Studium der Malerei an der Kunstakademie Münster bei Prof. Gunther Keusen und bei Prof. Guillaume Bijl
Ausstellungen und Projekte
2011/2012Nico Mares at Galerie Kramer, Bremen
2011KASK - Kunstakademie Münster. Selectie door Guillaume Bijl. Zwarte Zaal, Bijlokesite, Gent, Belgien
2010Phänomenal, WGZ BANK, Düsseldorf
2010believe in your dreams, Galerie Martin van Blerk, Antwerpen
2009lonesome cowboys, Klasse Prof. Guillaume Bijl, Schloss Burgau Düren
2008nico mares – Bilder, Maxhaus Düsseldorf (Einzelausstellung)
2007new grass, Kunstverein Gelsenkirchen
2006Meisterhaus1, Düsseldorf
2006Fläche und Farbe, Galerie im Rathhaus, Lippstadt und IHK Münster
2005Kunstpreis Junger Westen 2005, Kunsthalle Recklinghausen
2004Leere X Vision, MARTa, Herford
2002Klassenaustellung, Kunstverrein Bielefeld
Persönliches Statement

Ordnung und Zufall, gemacht und geworden - das sind die Pole zwischen denen sich die Malerei von Nico Mares bewegt. In ihrem zufälligen Fließen wird die Farbe kaum merklich gesteuert. Die Hand des Malers scheint kaum einzugreifen. Und dennoch entsteht eine Gesamterscheinung von klarer und einfacherer Struktur: oben und unten, hell und dunkel, farbig und nichtfarbig, flächig und detailliert.

Eruptive Kräfte scheinen sich auf dem Bildfeld auszubreiten oder organische Strukturen, die wachsend sich ins Bild drängen. Ein ganzheitlicher Bildfluss verschlingt jedes Einzelmotiv. Es gibt ein dramatisches Bildgeschehen, das sich nicht dem Motivischen verdankt, sondern der wie aus dem Nichts und ohne festen Plan entstandenen Malerei, der Farbe, der Form. Es ist ein Bildgeschehen, das nicht so sehr vom Künstler initiiert ist, sondern vielmehr sinnfälliger Ausdruck eines allgemeinen, überindividuellen Bewegungsimpetus ist. Diese Bewegung kommt von außerhalb des eng begrenzten Bildes und streift wie nur zufällig auch die Bilder von Nico Mares, wo sie zur Sichtbarkeit gelangt, während sie ansonsten nur als virtuelle Energie exisitiert.

Dass diese Energie sich einer eigentlichen Form entsagt und „macht was sie will“, also nicht „in Form“ zu bringen ist, wird daran deutlich, dass die Binnenstruktur der sich ergebenden Formen von großer Diskrepanz ist. Diese wiederum ist aber Ausdruck eines umfassenden, keineswegs harmonischen und ausgeglichenen Weltgeschehens.

Ferdinand Ullrich, in: PHÄNOMENAL – Junge Kunst aus der Kunstakadmie Münster. Eine Ausstellung der WGZ Bank, Düsseldorf. 2010. S. 36
Literaturangaben

2006 Ullrich, Ferdinand (Hrsg.) 2006: Fläche und Farbe.
Zeitgenössische Positionen zur Malerei. Kleve: B.o.s.s Druck
und Medien. ISBN-10:3-928682-46-6
Katalog zur Ausstellung

2005 Ullrich, Ferdinand; Schwalm, Hans-Jürgen 2005: Kunstpreis
junger westen 2005. Malerei. Bielefeld: Kerber Verlag. ISBN
3-929040-93-X
Katalog zur Ausstellung

2010 PHÄNOMENAL - Junge Kunst aus der Kunstakademie Münster. Eine Ausstellung der WGZ Bank, Düsseldorf. Düsseldorf. ISBN 978-3-00-030320-3
Katalog zur Ausstellung