Dispersionen auf der Basis von Polyacrylharzen, mit denen die Farbe gebunden wird. Die den Temperafarben ähnlichen Farben sind wasserlöslich, schnell trocknend und ähneln im Aussehen den Ölfarben. Diese Eigenschaften ließen sie, seitdem Mitte der 50er Jahre ihre Produktion aufgenommen wurde, rasch zu einem bevorzugten Malmittel im künstlerischen Bereich werden, ohne dass sie herkömmliche Materialien vollständig ersetzen konnten.
Aus: Lexikon Kunst. Malerei, Architektur, Bildhauerkunst. Erlangen: Karl Müller Verlag 1994, Band 1, S. 43
Umgangssprachlich für Polymethylmethacrylat (Kurzzeichen PMMA). Synthetischer, glasähnlicher thermoplastischer Kunststoff.
siehe Dibond
Sandwichplatte bestehend aus einem Polyethylenkern mit beidseitiger Aluminiumdeckschicht. Aluminiumverbundplatten zeichnen sich durch sehr hohe Biegesteifigkeit bei relativ geringem Gewicht aus.
Ein Bleistift ist ein Schreibgerät mit einer Mine, die in einen Schaft eingebettet ist. Bis in das späte 18. Jahrhundert wurde das zur Herstellung der Mine verwendete Graphit für Bleierz gehalten. Die sich daraus ergebende Bezeichnung „Bleistift“ hat bis heute überdauert. Seit dem 19. Jahrhundert wird die Mine aus einem Graphit-Ton-Gemisch gebrannt. Der Schaft wird in der Regel aus Holz gefertigt, häufig aus dem Zedernholz genannten Holz des Virginischen Wacholders. Geläufig sind auch Druckbleistifte und Fallminenstifte mit Kunststoff- oder Metallmantel.
Hauptsächlich wird der Bleistift für Zeichnungen, technische oder künstlerische Skizzen, zum Stenografieren oder für Notizen verwendet. Seine Vorteile liegen in der einfachen Handhabung, der Möglichkeit, auch mit der Spitze nach oben zu schreiben, einer vergleichsweise hohen Lichtechtheit, der relativen Wischfestigkeit sowie in der Möglichkeit, das Gezeichnete mit einem Radiergummi wieder zu entfernen.
Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Bleistift, 04.01.2011
(von franz. coller, leimen; Geleimtes, Klebebild), Bezeichnung für ein künstlerisches Verfahren, bei dem imitierte oder reale Materialien des täglichen Gebrauchs Stoff, bedrucktes oder unbedrucktes Papier, Folie, Fotografien, Karten u.a.) zu einem Bild zusammengefügt oder als Detail einem Bild hinzugefügt werden. Diese Art der Montagewurde zuerst von den Künstlern des Kubismus entwickelt und gehört seitdem zu den grundlegenden Ausdrucksmitteln in der Kunst des 20. Jh.
Aus: Lexikon Kunst. Malerei, Architektur, Bildhauerkunst. Erlangen: Karl Müller Verlag 1994, Band 3, S. 250
Colorprint, alte Bezeichnung für farbige Fotobelichtungen als Unterscheidung zum s/w Print (schwarz/weiß)
Zunächst Bezeichnung für die Methode, Plakate abzureißen und aus den Papierfetzen Collagen mit neuen Sinnzusammenhängen herzustellen, weiterhin jede Art einer destruktiven Veränderung im Sinne einer künstlerischen Methodik, so, Z.B. neben dem Zerreißen auch das Verwischen, Verbrennen oder übermalen […]
Aus: Lexikon Kunst. Malerei, Architektur, Bildhauerkunst. Erlangen: Karl Müller Verlag 1994, Band 3, S. 373
DIBOND® wurde 1992 von 3A Composites (bisher Alcan Composites) als weltweit erste Aluminiumverbundplatte speziell für den Display-Bereich entwickelt. Der Verbund besteht aus zwei 0,3 mm dicken Aluminiumdeckschichten, beidseitig mit Schutzfolie ausgestattet, und einem Kern aus Polyethylen. Vorder- und Rückseite sind entweder einbrennlackiert mit weißen und farbigen Oberflächen in matt oder hochglänzend, strukturlackiert, gewalzt oder eloxiert erhältlich.
Aus: http://www.display.3acomposites.com/dibond-eigenschaften.html, 09.01.2011
siehe Giclée
(von griech. di-ptysso, doppelt falten, lat. diptycum), ursprünglich zusammenklappbares Paar rechteckiger Täfelchen aus Holz, Elfenbein oder Metall, die beweglich miteinander verbunden waren.
Aus: Aus: Lexikon Kunst. Malerei, Architektur, Bildhauerkunst. Erlangen: Karl Müller Verlag 1994, Band 4, S. 48
Als Giclée wird das Ausdrucken von großformatigen, künstlerischen, digitalen Bildern mit Tintenstrahldruckern bezeichnet. Die Bezeichnung ist abgeleitet von französisch „gicler“ für „spritzen, sprühen“ und wird gelegentlich auch anglifiziert als „giclee“ verwendet. Sie wurde erstmals für die „Iris-Drucke“ verwendet, die in den frühen 1990er Jahren auf dem Scitex-Drucker Iris Model Four gedruckt wurden. Er war auf die Ausgabe von Probedrucken spezialisiert, mit denen Bilder vor der Massenproduktion begutachtet wurden.
Giclée steht allgemein für hochaufgelöste, großformatige Ausdrucke auf Tintenstrahl-Druckern mit lichtechten farbstoff- oder pigmentbasierten Tinten. Bei diesen Drucken werden üblicherweise sechs bis zwölf verschiedenfarbige Tinten verwendet.
Obwohl diese Art Ausdrucke zunächst nur für Testzwecke gedacht war, verwenden viele Künstler und Fotografen Tintenstrahldrucker inzwischen als eine Alternative zur Lithographie bei der Herstellung kleinerer Auflagen oder Reproduktionen. Die Kosten sind bei kleineren Stückzahlen viel geringer als die Kosten alternativer Herstellungstechniken.
Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Gicl%C3%A9e 04.01.2011
Die Grundierung (oft auch Primer genannt) ist Bestandteil eines Gemäldes oder der Fassung einer Skulptur und liegt direkt auf der Leinwand, dem Holz oder dem sonstigen Bildträger (Metall, Pergament u. a.) unter der Farbschicht. Meistens ist sie von weißer Farbtönung und besteht aus Leim und fein gepulverter Kreide bzw. Kreidegrund. Durch eine Grundierung, die meistens in mehreren Schichten mit dem Pinsel oder einer Spachtel aufgetragen wird und dann gewöhnlich geglättet wird, aber auch plastisch gestaltet sein kann, erhält der Maler einen für den Farbauftrag geeigneten Malgrund. Die Rezepte für verschiedene künstlerische Malgründe und Grundierungen findet man in den historischen Traktaten über Malerei und den Malerbüchern. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts kommen auch Kunstharz-Dispersionen als Bindemittel für die neuartigen Füllstoffe zur Anwendung, z. B. fertige wässrige Acryl-Grundierungen.
Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Grundierung, 04.01.2011
Beidseitig weiß gestrichene Kartondeckschichten mit weißer Polyurethanschaum-Einlage.
Allgemein Bezeichnung für alle aus ton- und kaolinhaltigen Massen geformten und anschließend gebrannten Erzeugnisse.
Von Futurismus, Dadaismus und Konstruktivismus ausgehende Kunstrichtung, deren Ziel es ist, dem Kunstwerk als neue Dimension die Zeit, die Akustik und die optisch-räumliche Veränderbarkeit von Objekten bzw. die Technologie des 20. Jh. zu erschließen. Durch mechanische Bewegungen, akustische und lichtdynamische Effekte wird der Statik konventioneller Bildwerke und Skulpturen ein neues Element entgegengesetzt.
Aus: Aus: Lexikon Kunst. Malerei, Architektur, Bildhauerkunst. Erlangen: Karl Müller Verlag 1994, Band 6, S. 360
Die Zeichenkohle besteht aus verkohlten Holzstäbchen, bzw. aus gepresstem Holzkohlepulver.
In der Kunst ist sie ein häufig gebrauchtes Mittel, da es billig bzw. leicht selbst herzustellen ist und gute Korrekturmöglichkeiten zulässt. Außerdem kann man sie linear und spitz, wie auch breit, verwischt und malerisch verwenden. Sie staubt stark ab und verwischt leicht, wodurch Fixieren notwendig ist.
Verwendet werden verschiedene Hölzer wie Wein, Weide, Linde, Obstbäume und andere. Wichtig dabei ist, dass das Holz gleichmäßig gewachsen sein muss. Die Kohle darf nicht zu weich, aber auch nicht zu hart sein, sie schmiert oder splittert sonst, außerdem muss sie gut schwärzen. Die zugeschnittenen Stäbe müssen als Bündel in Ton eingepackt oder in einen verschlossenen Tontopf gelegt werden. Danach werden sie langsam in einem Ofen gebacken. In neuerer Zeit wird auch Holzkohlepulver zu Stangen gepresst, was verschiedene Härtegrade zulässt.
Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Zeichenkohle, 04.01.2011
Der Kugelschreiber ist ein Schreibgerät, das eine Tintenpaste mittels einer Kugel auf Papier überträgt. […] Kugelschreiber haben einen Vorratsbehälter mit zähflüssiger, schnell trocknender Tinte.
Streicht der Kugelschreiber über das Papier, so dreht sich die Kugel, nimmt dabei auf ihrer dem Vorratsbehälter zugewandten Seite Tinte auf und gibt sie auf der anderen an das Papier ab. […]
Je nach gewünschter Strichdicke hat die Kugel einen Durchmesser von 0,7 bis 1,4 Millimetern.
Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Kugelschreiber, 04.01.2011
Lack ist ein flüssiger oder auch pulverförmiger Beschichtungsstoff, der dünn auf Gegenstände aufgetragen wird und durch chemische oder physikalische Vorgänge (zum Beispiel Verdampfen des Lösungsmittels) zu einem durchgehenden, festen Film aufgebaut wird. Lacke bestehen in der Regel aus Bindemitteln, Pigmenten, Lösemitteln, Füllstoffen und Additiven.
Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Lack, 04.01.2011
Fotochemische Belichtung auf echtem Silberhalogenid-Papier (Fotopapier) mittels Lambdalaser.
Eine Leinwand ist ein Gewebe aus Leinen, das auf einen Keilrahmen auf- oder in einen Tragerahmen gespannt ist. Sie dient bei zahlreichen Maltechniken, zum Beispiel der Ölmalerei und Acryl-Malerei als Unterlage.
Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Leinwand, 04.01.2011
Als Markierstift oder Marker (vom englischen Begriff Marker pen) werden Stifte bezeichnet, mit denen man Textpassagen farbig hervorheben kann (Textmarker), sowie Stifte, mit denen auf speziellen Oberflächen wie Folien oder Whiteboards geschrieben wird. Marker werden auch bei der Erstellung von Designskizzen und sog. Renderings verwendet.
Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Marker_%28Stift%29, 04.01.2011
Kurz für „mitteldichte Holzfaserplatte“ oder „mitteldichte Faserplatte“ (medium density fiberboard). MSF ist ein Holzfaserwerkstoff […]. Der Name leitet sich aus dem Umstand her, dass ihre Dichte zwischen der von Schnittholz und der von Nassfaserplatten liegt.
Erfunden wurde das Produkt in den USA und fand in Europa erst Ende der 1980er Jahre eine größere Verbreitung. Auf Grund ihrer technischen Eigenschaften zählt MDF seither aber weltweit zu den am stärksten wachsenden Holzwerkstoffprodukten.
Aus feinstzerfasertem, hauptsächlich rindenfreiem Nadelholz und durch eine schonende Verpressung wird ein in Längs- und Querrichtung gleichermaßen homogener Holzwerkstoff hergestellt.
Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Mitteldichte_Holzfaserplatte, 04.01.2011
Der Begriff Nesseltuch, kurz Nessel, bezeichnet ursprünglich einen aus den Fasern der Brennnessel hergestellten Stoff. Heutzutage wird unter Nessel bzw. Nesseltuch oder Baumwollnessel ein Gewebe in Leinwandbindung aus Baumwolle verstanden.
Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Nesseltuch, 04.01.2011
Maltechnik mit ölgebundenen Farben; Techniken, bei denen Öl nur Bestandteil des Bindemittels ist, gehören der Gruppe der Temperatechniken an oder sind der der sog. Harzölmalerei zuzurechnen, wenn der weitere Bindemittelanteil aus Harzen oder Balsamen besteht.
Im Verlauf eines Jahrtausend hat sich die Ölmalerei zur dominierenden Technik in der Tafelmalerei entwickelt. Dies beruht auf der unvergleichlichen Möglichkeiten dieser Technik, ihre Kombinierbarkeit mit anderen Techniken, vor allem wegen ihrer Anwendbarkeit auf verschiedensten Bildträgern: Holz, Leinwand, Metall, Stein, aber auch Putz-oder Gipsgrund in der Wandmalerei. […]
Alle Bildträger bedürfen bei der Ölmalerei einer Grundierung, bei Holz- und Leinwandgründen setzte sich sie sich aus leimgebundenen (eventuell mit Zusatz von Öl) Füllstoffen (Gipsstein, Kreide, Kaolin, Marmormehl) zusammen. […]
Aus: Lexikon Kunst. Malerei, Architektur, Bildhauerkunst. Erlangen: Karl Müller Verlag 1994, Band 9, S. 14
(franz.), aus Karton oder Papier bestehende Rahmung einer Grafik oder eines Aquarells, die sowohl zum Schutz als auch zur künstlerischen Aufwertung eines Blattes dient.
Aus: Lexikon Kunst. Malerei, Architektur, Bildhauerkunst. Erlangen: Karl Müller Verlag 1994, Band 9, S. 97
Geschützter Markenname für Acrylglas der Firma Röhm.
Allgemein verbreitete Bezeichnung für Sofortbildverfahren. Benannt nach der 1937 von Edwin Herbert Land gegründeten Firma. Bei Polaroids ist im Gegensatz zur klassischen Fotografie, die ein Zweischritt-Positiv-Negativ-Verfahren darstellt, das Fotopapier direkt in den Film integriert. Sowohl die Chemikalien für die Entwicklung als auch für den Fixiervorgang sind in einer dünnen Schicht zwischen Film und Fotopapier eingelagert. Das Positivbild wird somit anders als in der klassischen Fotografie direkt erzeugt.
Tonware, Untergruppe der Keramik, benannt nach der marmorweißen, harten glatten Schale der als China als Zahlungsmittel benutzen Kaurischnecke, die aufgrund ihrer Farbe von den Italienern mit „porcellana“ (Ferkel) bezeichnet wurde; der Name wurde angeblich von Marco Polo verwandt. Porzellan ist das feinste der keramischen Erzeugnisse und hat einen weißen, bis zu einer Stärke von ca. 1mm durchscheinenden, harten, mit Stahl nicht ritzbaren Scherben, der säure- und temperaturbeständig ist. […]
Aus: Lexikon Kunst. Malerei, Architektur, Bildhauerkunst. Erlangen: Karl Müller Verlag 1994, S. 244
(von lat. temperare, im Mittelalter Bezeichnung für das Mischen von Farben mit Bindemitteln), Maltechnik mit Farben, deren Bindemittel stets aus einer Vermengung (Emulsion) wasserlöslicher und wasserunlöslicher Substanzen besteht. Daher ist die Technik an das Vorhandensein öliger und harziger Anteile in einer Wasserfarbe auch wässrig-leimiger Substanzen in einer Ölfarbe gebunden, weswegen Temperafarben sowohl in der Art der Verarbeitung als auch in ihrer Wirkung zwischen Wasser- und Ölfarben stehen. […]
Aus: Lexikon Kunst. Malerei, Architektur, Bildhauerkunst. Erlangen: Karl Müller Verlag 1994, Band 11, S. 282
(griech., dreifach gefaltet), im Gegensatz zum zweiteiligen Diptychon und mehrteiligen Polyptychon die Aufteilung eines (Altar-) Gemäldes in drei selbständige Tafeln. […]
Aus: Lexikon Kunst. Malerei, Architektur, Bildhauerkunst. Erlangen: Karl Müller Verlag 1994, Band 12, S. 22
Bei Tusche handelt es sich um eine spezielle Form von Tinte, die sich durch eine sehr kräftige Farbe auszeichnet und häufig ein Bindemittel enthält. […] Als Tinte (lat.: tincta [aqua] = gefärbtes Wasser) bezeichnet man eine intensiv gefärbte Flüssigkeit zur Verwendung in Federkielen, Pinseln oder Füllfederhaltern. Neben der manuellen Auftragung beim Schreiben, in der Kalligrafie und beim Zeichnen, sind auch automatisierte Tintenstrahlverfahren von zunehmender Bedeutung in der Textverarbeitung oder Warenauszeichnung. Tinte besteht meist aus einer Lösung oder Dispersionen von Farbstoffen in Wasser oder anderen Lösungsmitteln, die wenig oder keine Bindemittel enthalten.
Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Tinte, 04.01.2011
Als Umbra (lat: umbra - Schatten) oder Umbraun bezeichnet man eine Erdfarbe von verschiedener Schattierung, wie auch verschiedenen Ursprungs. Die Farbe wird auch Erdbraun, Römischbraun oder Sepiabraun genannt; im Unterschied zu Sepia ist sie jedoch ein anorganisches Pigment. Die eigentliche oder echte Ware ist ein toniger, durch Verwitterung mulmiger Brauneisenstein von leber- bis kastanienbrauner Farbe, der neben Eisenoxiden immer auch braunes Mangandioxid enthält. […]
Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Umbra_%28Farbe%29, 04.01.2011